Transformation zu einer soziokratischen Organisation

Transformation zu einer soziokratischen Organisation

Lesezeit (inkl. Mediennachweis): 3 Minuten

Ein Podcast und Kaffeeküchengespräche zu einer fiktiven, integralen Organisation

Dieser Podcast entstand als Leistungsnachweis der Studierenden der Projektgruppe Soziokratische Organisation im Wintersemester 2025/26 im Rahmen des Moduls „Organisationen und ihre Handlungsressourcen“ des Masters „Gesellschaftlicher Wandel als Gestaltungsauftrag“ an der Hochschule München. Im Video sind zwei Perspektvien im Wechsel zu hören:

  • 1. Das Interview mit der Beraterin
  • 2. Das Gespräch zwischen den Mitarbeiter:innen in der Kaffeeküche

Inhalt

Die inhaltliche Gestaltung unseres Podcasts basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, die unter anderem über die Datenbank OPAC sowie durch weiterführende Quellenstudien zum Thema Soziokratie erfolgte. Eine der zentralen Herausforderungen bestand darin, die enorme Komplexität und die vielschichtigen Facetten der Soziokratie präzise auf das vorgegebene Zeitlimit von zehn Minuten zu komprimieren. Unser Ziel war es, trotz dieser zeitlichen Beschränkung einen verständlichen und fundierten Überblick zu geben, ohne dabei die wesentlichen Kernpunkte zu vernachlässigen.

Der Podcast ist in fünf Szenen unterteilt, die jeweils spezifische Schwerpunkte setzen:

Szene 1: Der Transformationsprozess. Entsprechend der Aufgabenstellung liegt der Fokus hier auf der Etablierung soziokratischer Strukturen innerhalb eines Unternehmens. Uns war es wichtig aufzuzeigen, dass Organisationskulturen nicht starr sind, sondern sich dynamisch entwickeln können. Dabei haben wir den Transformationsprozess explizit mit den Vorlesungsinhalten verknüpft – insbesondere im Hinblick auf die Quadranten der Organisationsentwicklung („Innen/Wir“ und „Außen/Wir“), um die Wechselwirkung zwischen Werten und Außenwirkung zu verdeutlichen.

Szene 2: Grundlagen und indirekte Steuerung. Um auch Zuhörerinnen und Zuhörern ohne Vorwissen einen barrierefreien Einstieg zu ermöglichen, widmet sich diese Szene der Begriffsklärung sowie dem Konzept der indirekten Steuerung.

Szene 3 & 4: Die vier Grundprinzipien. In diesen Abschnitten werden die tragenden Säulen der Soziokratie erläutert: das Konsent-Prinzip, die offene Wahl sowie die Rollenverteilung, ergänzt durch die Kreisstruktur und die doppelte Kopplung. In Szene 4 greifen wir zudem den Einführungsprozess erneut auf, um den praktischen Weg zur Umsetzung dieser Prinzipien zu veranschaulichen.

Szene 5: Reflexion des Veränderungsprozesses. Zum Abschluss werfen wir einen realistischen Blick auf die Praxis. Wir thematisieren mögliche Hürden und Gefahren, stellen diesen jedoch die häufig positiven Auswirkungen und Synergieeffekte einer soziokratischen Umstellung gegenüber.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir aufgrund des begrenzten Zeitrahmens eine bewusste Selektion der Inhalte treffen mussten. Auch wenn das Thema noch Raum für viele weitere Aspekte geboten hätte, sind wir mit der getroffenen Auswahl sehr zufrieden, da sie einen runden und fundierten Einblick in die soziokratische Praxis ermöglicht.

Zeitindex

Die Perspektiven und Szenen sind in den Time-Stamps entsprechend gekennzeichnet.

Szene 1: Der Weg in die soziokratische Praxis

  • 00:00:00-00:00:40 – Das Interview mit Beraterin beginnt: Vorstellung des soziokratischen Beratungsansatzes
  • 00:00:41-01:31:23 – Szenennwechsel zur Kaffeküche: Kritische Betrachtung des soziokratischen Workshops durch Mitarbeiter:innen

Szene 2: Was ist Soziokratie, wie funktioniert indirekte Steuerung?

  • 01:31:24-02:19:07 – Fortführung Interview mit Beraterin: Begriffsdefinition Soziokratie
  • 02:19:08-03:13:15 – Szenenwechsel zur Kaffeküche: Mitarbeiter:innen äußern ihre Befürchtungen, Umstellung zur Soziokratie braucht Zeit

Szene 3: Das Konsent-Prinzip und die offene Wahl

  • 03:13:16-04:04:21 – Fortführung Interview mit Beraterin: Vorstellung Entscheidungsprozess (Konsentprinzip, Prinzip der offenen Wahl, Rollenverteilung), Zeitsprung: 3 Wochen später
  • 04:04:22-05:17:18 – Szenenwechsel zur Kaffeküche: Neue Rollenverteilung erleben Mitarbeiter positiv (offene Wahl hat zur Folge, dass Leute sich besser einbringen können),

Szene 4: Konzept des Hauses, Kreisstruktur und doppelte Kopplung

  • 05:17:19-07:10:23 – Fortführung Interview mit Beraterin: Mentale Zufriedenheit als Fundament, doppelte Kopplung für effektives Arbeiten
  • 07:10:24-08:16:03 – Szenenwechsel zur Kaffeküche: Mitarbeiter:innen sind zufrieden mit den neuen Kreisstrukturen

Szene 5: Gefahren und Potentiale, 4 Quadranten

  • 08:16:04-09:07:04 – Fortführung Interview mit Beraterin: FK müssen ihre Macht loslassen, Mitarbeiter:innen müssen sich einlassen, dann können Veränderungen beobachtet werden
  • 09:07:05-09:38:03 – Szenenwechsel zur Kaffeküche: Soziokratische Systeme in anderen Firmen

Szene 6: Veränderungen in der Organisation

  • 09:38:04-10:28:22 – Szenienwechsel zur Traumwelt: Veränderungen sind in Organisation eingetreten
  • 10:28:23-10:58:03 – Abspann mit Quellen

Organisatorisches

Literatur/Medien

  • Enzler, Stefan/Luger, Monika (2021)(Hrsg.): Logbuch – Wandel in deiner Organisation integral gestalten. imu augsburg GmbH & Co. KG.
  • Holtsche, Danny (2024): #45: Niels Pflaeging — BetaKodex, Beyond Budgeting & mehr. https://www.youtube.com/watch?v=6XRaPjgB4-k (Letzter Zugriff: 24.01.2026)
  • Ilmarinen, Juhani/Tempel, Jürgen (2002): Arbeitsfähigkeit 2010: Was können wir tun, damit Sie gesund bleiben?. VSA-Verlag.
  • North, Klaus/Franz, Michael/Lembke, Gerald (2004): Wissenserzeugung und -austausch in Wissensgemeinschaften: Communities of practice. QUEM-report. Nr. 85. Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung (ABWF).
  • Schallhart, Annemarie (2017): Soziokratie und der Paradigmenwechsel in der Internen Kommunikation. In: Wagner, Riccardo/Roschker, Nicole/Moutchnik, Alexander(Hrsg.): CSR und Interne Kommunikation. Springer Gabler. 213-224.
  • Strauch, Barbara (2022): Organisationsstrukturen zur Stärkung von Beteiligung und Mitverantwortung des Einzelnen in Unternehmen, Politik und Gesellschaft. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Verlag Franz Vahlen.

Bilder

  • Bilder: Eigene Zeichnungen

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