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Ein fiktives Gespräch zwischen Führungskräften und einer Wissenschaftlerin

Ein Podcast der Studentinnen Janina Deger, Paolina Hägele, Anna Lisa Sojer und Lisa Will im Rahmen des Masterstudiengangs „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ (Master GWT). Produziert als Ergebnis des Seminars „Steuerung digitaler Organisationen“ an der Hochschule München im Wintersemester 2019/20.

Inhalt

Der Podcast thematisiert die Bedeutung der VUCA-Welt für dienstleistende Organisationen am Beispiel eines fiktiven Klinikums und einer fiktiven Kindertagesstätte. VUCA steht als Akronym für die englischen Begriffe volatility, uncertainty, complexity und ambiguity. Der Begriff VUCA-Welt beschreibt die unterschiedlichen “Veränderungen, auf die Unternehmen und Organisationen reagieren müssen um langfristig überleben zu können. Das betrifft alle Unternehmensbereiche und alle Branchen” (Moskaliuk 2019, S. 1) und somit auch die Dienstleistungsbranche. Innerhalb des Podcasts findet ein moderiertes Gesprächs zwischen fiktiven Führungskräften der Kindertagesstätte Abenteuerland und des Klinikverbundes St. Georg sowie einer fiktiven Wissenschaftlerin statt. Diskutiert wird, inwiefern sich das Klinikum und die Kindertagesstätte mit der VUCA-Welt konfrontiert sehen und wie dieser zu begegnen ist.

Im Gespräch zeigt sich, dass sowohl Krankenhäuser als auch Kindertagesstätten in den vergangenen Jahren Veränderungen und komplexen Herausforderungen ausgesetzt sind. Es findet ein Paradigmenwechsel des Führungsverständnisses und in der strategischen Planung in Organisationen statt – vor allem durch die Digitalisierung und den technischen Fortschritt. Aber auch die Globalisierung und die Schnelllebigkeit fordern Führungskräfte dazu heraus, auf neue Gegebenheiten zu reagieren. Kliniken und Kindertagesstätten befinden sich in einem Wandel und sehen sich aufgrund der Komplexität gezwungen, entsprechend auf die Veränderungen der VUCA-Welt zu reagieren. Wie genau sich diese Veränderungen in Klinik und Kindertagesstätte äußern und wie diesen begegnet werden kann, wird von den beiden Führungskräften im Verlauf des Gesprächs erläutert und durch Theorien und Inputs von Seiten der Wissenschaftlerin ergänzt und gestützt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es keinen goldenen Weg gibt, wie der VUCA-Welt begegnet werden kann. Anhand der beiden Beispiele wird deutlich, dass ein an die individuelle Dienstleistungsorganisation angepasster Methodenmix hilfreich ist.

Zeitindex

  • Begrüßung – 00:00 – 01:03
  • Definition VUCA – Welt – 01:04 – 03:47
  • Die VUCA-Welt im Kindergarten und in der Klinik – 03:47-11:10
  • Die Chance der Digitalisierung in der Arbeitswelt – 11:10 – 14:09
  • Hierarchische Strukturen in Kliniken – 14:09 -16:35
  • Der Wandel im Kindergarten und die Bewältigung mit Hilfe des VOPA+ Modells – 16:35 – 19:17
  • Die wissenschaftliche Perspektive auf die VUCA Welt – 19:18 – 22:38
  • Abschließende Gedanken und Verabschiedung – 22:39 – 24:53

Das Skript

Reflexion auf den Lernprozess

Wir haben uns gemeinsam für die Erstellung eines Podcasts entschieden, da wir damit bisher keine Berührungspunkte hatten und gerne etwas Neues ausprobieren wollten. Die fehlenden Erfahrungen und das Unwissen machten uns die Arbeit zwar nicht immer leicht, genau deshalb konnten wir jedoch gleichzeitig viele wertvolle neue Erfahrungen sammeln und so einen großen Lernprozess durchlaufen.
Zu Beginn bestand unsere Gruppe für den Leistungsnachweis noch aus insgesamt acht Studierenden. Allerdings zeigte sich schnell, dass bereits die Themenfindung bei dieser Anzahl und der damit verbundenen zahlreichen unterschiedlichen Ideen und Meinungen zu einer Herausforderung wurde. Auch die Organisation der gemeinsamen Treffen gestaltete sich aufgrund der zeitlichen Kapazitäten und Einschränkungen der Einzelnen als sehr schwierig. Letztlich wurde gemeinsam die Entscheidung gefällt, die Gruppe nochmals aufzuteilen und zwei getrennte Projekte mit je vier Mitgliedern durchzuführen.
In unserer Gruppe einigten wir uns dann schnell auf die Erstellung eines Podcasts. Die Themenfindung gestaltete sich ebenfalls deutlich schneller und unkomplizierter als noch in der Großgruppe. Dennoch fanden wir es nicht einfach, ein Thema, welches zu den Inhalten des Seminars passt und sich gleichzeitig für einen Podcast eignet, zu finden. Die Thematik der VUCA-Welt fanden wir alle sehr spannend und so beschlossen wir, uns genauer damit auseinandersetzen zu wollen. Aufgrund der Tatsache, dass zwei Personen der Gruppe bereits Erfahrungen mit der Arbeit in einer Kindertagesstätte und in einem Klinikum haben, erschien uns die Idee, diese Dienstleistungsorganisationen in den Podcast mit einzubauen, sehr sinnvoll. Die eigenen Erfahrungen mit dem noch unbekannten Thema der VUCA-Welt zu verbinden war sehr spannend.
Das erste Treffen, bei dem wir das Thema festlegten, fand persönlich statt. Für uns war das die angenehmste und effizienteste Weise, eine Themendiskussion zu führen. Danach teilten wir einzelne inhaltliche Punkte auf alle Gruppenmitglieder auf. Zunächst wurde also selbstständig an den verschiedenen Inhalten gearbeitet. Hierfür benutzten wir ein “Google Doc”, an dem zeitgleich gearbeitet werden konnte. Diese Methode hat sich für uns sehr bewährt.
Bei einem erneuten Treffen wurden die gesammelten Inhalte gemeinsam besprochen und bei Bedarf verändert sowie Neues hinzugefügt. Im Anschluss an die Überarbeitung ging es um die Besprechung und Festlegung des genauen Ablaufs des Podcasts und die Verteilung der Rollen. Wir entschieden uns für eine Moderatorin, eine Expertin bezüglich wissenschaftlicher und theoretischer Ansätze der VUCA-Welt, eine Leitung einer Kindertagesstätte sowie eine in der Führungsebene eines Klinikums tätige Person. Gemeinsam wurde mit der Ausarbeitung eines Skripts begonnen, an dem anschließend weiter im Google Doc gearbeitet wurde. Diese “neue” Form der gemeinsamen Arbeit, ohne am gleichen Ort sein zu müssen, hat sich für uns sehr bewährt. Solche Alternativen zu persönlichen Treffen und selbstständigem Arbeiten in eigenen Dokumenten wurden uns durch die Vorlesung “Digitale Steuerung” als selbstverständliche Möglichkeit mitgegeben. Auch die Zeitersparnis war ein wichtiger Faktor, da Wegstrecken und langes Pendeln entfallen sind.
Das Arbeiten im Dokument selbst hatten wir durch den Moodle-Kurs schon gelernt. Bloßes kopieren und einfügen von Textabschnitten ohne Sinn bewährt sich nicht. Deswegen können wir auf jeden Fall sagen, dass sich unsere Art und Weise der Zusammenarbeit an Projekten über digitale Lösungen (Google Doc) positiv verändert hat. Dennoch ist es eine Herausforderung, die Inhalte, die von anderen Teilnehmerinnen in das Dokument gefügt werden, auf Anhieb zu verstehen. Unserer Ansicht nach kann ein anschließender persönlicher Austausch, bei dem die Inhalte gemeinsam durchgesprochen werden, durchaus wichtig und notwendig sein.         
Beim Produzieren des Podcasts hatten wir sehr viel Spaß. Anfangs fiel uns das freie Reden jedoch schwer. Das vorab erstelle Skript stellte eine große Hilfestellung dar, um die wichtigen ausgearbeiteten Inhalte nicht zu vergessen. Jedoch ist uns auch bewusst geworden, dass wir durch das feststehende Skript weniger frei sprechen konnten, als es in einem Podcast eigentlich üblich ist. Wir haben uns zwar intensiv mit unserem Thema auseinandergesetzt, allerdings fiel es uns schwer, dieses Wissen direkt als Expertenwissen wiederzugeben. Wahrscheinlich ist es auch generell der Situation geschuldet, dass wir sehr viel abgelesen haben. Wir saßen alle vor unseren Laptops und haben das Skript verfolgt, um unseren Sprecheinsatz nicht zu verpassen. Trotz des Verbesserungspotenzials erfuhren wir einen Entwicklungsprozess, denn beim Voranschreiten des Podcasts ist es deutlich leichter gefallen, freier zu sprechen. Als Lerneffekt nehmen wir mit, dass wir die Situation beim nächsten Mal von vornherein anders gestaltet werden, vielleicht wie eine Art Talkshow. So sitzt man sich gegenüber und kann sich auch gegenseitig beim Reden in die Augen schauen.
Um den Podcast fertigzustellen, fehlte uns letztlich noch ein Jingle. Da bisher niemand von uns Erfahrung mit Lizenzrechten hatte, beschlossen wir mittels der App “GarageBand” eine eigene Melodie einzuspielen. Hier fühlten wir uns nun auf der sicheren Seite und wir hatten gleichzeitig auch Spaß, die Noten zu komponieren.       
Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit unserem Podcast. Vor allem sind wir stolz, dass wir die technische Umsetzung ohne Hilfestellung meistern konnten. Auch hatten wir selbst großes Interesse an dem Thema VUCA-Welt, was natürlich die Motivation sehr gesteigert hat, sich in die Literatur einzulesen.

Organisatorisches

Bild

Bild: Alexander Klier – Eine Collage aus drei Motiven von Pixabay über Photoshop. Lizenzfreie Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Literatur und Medien

Alle Links waren bei Erstellung des Podcasts aktiv

Musik (Jingle)

Eigenkomposition der Studentinnen.