Das Studium und seine digitalen Möglichenkeiten – Teil 3

Lesezeit: 6 Minuten

Foto: StockSnap – Menschen-Frauen-Studenten – 2557396 auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Ein dreiteiliger Podcast der Studentinnen Anna Maletz, Luisa L., Theresa Dei und Sophia Stein im Masterstudiengang „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ des Sommersemesters 2019.

Teil 3 – Erklärvideos

Engagiert und sehr fundiert stellen die vier Studentinnen ihre zentralen Erkenntnisse des Kurses vor, um weitere Entwicklungen anzustoßen. Der dritte Teil behandelt das Thema Erklärvideos (ihre Erstellung und Einsatzmöglichkeiten an Hochschulen), ganz im Sinne eines Studiums und seiner (vielfältigen) digitalen Möglichkeiten.

Allgemeiner Hinweis zum Podcast 

Die Interviews und deren Inhalte beziehen sich im Wesentlichen auf die weiter unten angegebene Literatur und deren zentralen Studienergebnisse. Sie stellen nicht automatisch meine eigene Position (Alexander Klier) oder die offizielle Linie der Hochschule München dar.

Deshalb ist zu erwähnen, dass die Charaktere im Interview frei erfunden wurden, um die Handlungsempfehlungen der Studienergebnisse den Hörer*innen näher zu bringen. Die Hochschule München, deren mögliche Abteilungen und Mitarbeitenden wurden ebenfalls – als fiktive Umsetzungsinstanz – gestaltet.  

Konkrete Umsetzungsinitiativen der Hochschule München sind unter anderem im  folgenden  Link aufrufbar: 
https://www.hm.edu/allgemein/hochschule_muenchen/hochschulleitung/strategische_projekte/projekt_digitalisierung.de.html

Das Transkript

„Herzlich Willkommen zurück, bei ‚Digitale Medien – dem Podcast über Digitalisierung und  digitale Transformationsprozesse‘. Mein Name ist Anna Maletz und ich freue mich auch heute wieder auf einen spannenden Austausch. Schön, dass Sie mit dabei sind.“

So beginnt der Podcast, in dessen dritter Folge Anna Maletz und Sophia Stein sehr konkret über Möglichkeiten von Erklärvideos, also ihre Erstellung und ihre Einsatzmöglichkeiten an Hochschulen, reden. Für alle, die es auch textlich nachvollziehen wollen (beispielsweise, um zu zitieren), folgt nun der Inhalt.

Eine Leidenschaft für Erklärvideos

Anna Maletz (A.M.): Heute habe ich Sophia Stein zu Gast in meinem Studio. Sie ist Soziologin und nach jahrelanger Arbeit bei Infratest hat sie sich nebenbei mit ihrer Leidenschaft, ERKLÄRVIDEOS zu erstellen, selbstständig gemacht 

Sophia Stein (S.St.): Hallo, vielen Dank für die Einladung  

A.M.: Frau Stein, sie haben es sich zur Berufung gemacht komplexe soziologische Inhalte in sogenannten Erklärvideos aufzugreifen. Sie sind unter den Studierenden der Soziologie mit Ihrem Kanal „Soziologie – vom Netz in Hirn und Geist“ sehr bekannt, manche ihrer Videos werden bis zu 20.000 mal aufgerufen. 

S.St.: Ja genau, die Idee habe ich vor knapp 2 Jahren gehabt und bin seitdem damit beschäftigt, komplexe Inhalte anschaulich begreifbar zu machen.  

A.M.: Aber ist das nicht eigentlich die Aufgabe von Lehrern oder in Ihrem Fall vielmehr von Professor*innen und Dozierenden?  

S. St.: Ja und Nein, natürlich kann ich eine Lehrveranstaltung nicht in vollem Umfang ersetzen, aber ich sehe meine Videos trotzdem als eine wichtige Komponente.  

In einer Vorlesung kann nicht auf die Auffassungsgabe jedes Einzelnen eingegangen werden. Wenn ein Student oder eine Studentin etwas inhaltlich nicht sofort versteht, sollte er oder sie nicht den ganzen Hörsaal aufhalten und all die Verständnisfragen klären. Bei meinen Videos ist genau das möglich: Die Studierenden können das Video anhalten, „zurückspulen“, neu starten und vor allem kompliziertere Passagen so oft wiederholen, wie sie möchten. Jeder kann also in seinem eigenen Tempo lernen.  

A.M.: Das klingt praktisch und das Lernen ist dadurch auch noch von Raum und Zeit gelöst? 

S. St.: Ja, genau, die Studierenden können sich die Videos nicht nur so oft anschauen, wie sie es wollen  bzw. brauchen, sondern eben auch wann immer sie möchten. Manche lernen lieber früh morgens, anderen fällt es abends leichter, das weiß ja jeder von sich selbst am besten. Man ist flexibel und selbstbestimmt und muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Durch Tablets und Smartphones ist es sogar möglich unterwegs in der U- Bahn. Zum  Beispiel auf dem Weg zur Uni, um sich noch auf die Vorlesung vorzubereiten.  

A.M.: Ich sehe schon, dem ‚wann und wie‘ sind kaum Grenzen gesetzt. Und gibt es noch weitere  Vorteile?  

S. St.: Ja, wobei man hier auch erstmal differenzieren muss. Erklärvideos können sehr gut Wissen vermitteln, aber nicht jedes hochgeladene Lernvideo bei YouTube ist brauchbar.  

A.M.: Wie ist das gemeint?  

S. St.: Nun, es gibt keine Standards, die eingehalten werden müssen, wenn jemand ein Lernvideo erstellt und hochlädt. Es gibt keine Kontrollinstanz. Deswegen ist das Niveau der Videos auf YouTube sehr unterschiedlich. Man muss bei manchen Videos sogar schauen, ob sie inhaltlich überhaupt korrekt sind.  

A.M.: Und woher weiß ich als Nutzer welche Videos gut sind und welche nicht?  

S. St.: Es ist immer sinnvoll zu schauen, wieviel Abonnenten ein Kanal hat und wieviel Aufrufe das Video bereits hat. Und man kann die Kommentare zu dem Video lesen und so ein Bild davon bekommen, ob es für andere Nutzer lehrreich war oder nicht. Außerdem gibt es bei den Videos auch verschiedene visuelle Unterschiede. In manchen Videos steht nur jemand vor einer weißen Wand und erklärt den Sachverhalt. Andere erklären den Inhalt indem sie in während der Erklärung aufzeichnen, wieder andere blenden Bilder oder Grafiken ein.  

A.M.: Und wie handhaben Sie das in Ihren Videos?  

S. St.: Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist mehrere Wahrnehmungskanäle gleichzeitig  anzusprechen. Deswegen verwende ich neben einer deutlichen und verständlichen Sprache auch Grafiken, Tabellen und Zahlen. In der Soziologie ist das mit der Darstellung oft nicht immer ganz so einfach, wie zum Beispiel in der Mathematik. Aber historische Ereignisse lassen sich beispielsweise gut in Bildern darstellen, auch Jahreszahlen blende ich ein. Dadurch werden die Videos sehr anschaulich. Ich achte auch sehr darauf, dass meine Videos in sich einen roten Faden haben. Die von mir wohlüberlegte Struktur soll es dem Nutzer noch einfacher machen, dem Inhalt folgen zu können. 

A.M.: Und nochmal zurück zu meiner Frage: sehen Sie noch weitere Vorteile in Ihren  Erklärvideos? 

S. St.: Klar, die Erklärvideos sind für den Nutzer zum Beispiel komplett kostenfrei. Mal vorausgesetzt jeder Student oder jede Studentin besitzt oder hat Zugriff auf ein Laptop, PC, Tablet etc. YouTube selbst kostet nichts. Ich habe mich deswegen auch bewusst für diese Plattform entschieden. Ich als Soziologin bin der Meinung, dass Bildungschancen für alle gleich sein müssen.  

A.M.: Wie sieht die Zukunft von Lern- und Erklärvideos Ihres Erachtens aus?  

S. St.: Ich glaube, das gute Lernvideos immer mehr Beachtung finden werden. Ich sehe, dass ein  Umdenken in den Schulen und Universitäten zum Thema „Digitale Bildung“ bereits stattfindet, für meinen Geschmack allerdings noch viel zu zaghaft. Ich gehe nicht davon aus, dass  Erklärvideos einmal so viel „Macht“ haben werden, dass sie einen Lehrer bzw. anderweitigen Lehrbeauftragten mal ersetzen können. Aber die Schwerpunkte gehören meines Erachtens neu  verteilt.  

A.M.: Wie meinen Sie das konkret? 

S. St.: Lernen heißt im Moment für die meisten Schüler und Studenten „für eine Prüfung auswendig lernen – danach alles wieder ruhigen Gewissens vergessen“. Lehrer*innen sollten über Lehrmethoden verfügen, die die Schüler*innen/ Student*innen befähigen, sich Wissen verstehend aneignen zu können. Diese Art der Kompetenzgewinnung muss von ausgebildetem Lehrpersonal begleitet werden. Wenn ein Schüler/eine Schülerin oder Student*innen dann über diese  Strategien und Lernmethoden verfügt, kommen meine Videos ins Spiel.  

Sie verhelfen dann den Inhalt besser zu verstehen und Sachverhalte zu verknüpfen. Die Impulse und die Struktur des Lerninhalts sollten die Lehrer*innen und Professoren und Professorinnen geben. Im Idealfall stellt so der Unterricht bzw. das Seminar / die Vorlesung eine symbiotische Beziehung mit Erklärvideos dar. Dabei würde ich mich natürlich freuen, wenn Erklärvideos nicht nur zu Hause, sondern eben auch direkt in der Vorlesung genutzt werden. 

A.M.: Zum Abschluss würde mich noch interessieren, ob sie einen Tipp haben für Studierende, wie man Erklärvideos mehr in den Hochschulkontext integrieren kann oder in Vorlesungen einbinden kann?

S. St.: Idealerweise muss eine Lobby dafür gegründet werden, die die Nutzung und den Verkauf von Erklärvideos voranbringt. Sowohl den Studierenden als auch dem Lehrpersonal. Ich persönlich  wäre ein großer Fan davon, wenn Professor*innen auch auf mich zukommen und sagen: „Ich  bräuchte zu dem Thema XY ein Video, das ich gerne auch in meine Vorlesung einbauen würde“. Ich fände es toll, wenn die Videos sowohl zu Hause, als auch in Vorlesungen genutzt werden.  

A.M.: Vielen lieben Dank für ihren spannenden Input. Es war schön, auch die informelle Seite  von digitalen Medien kennenzulernen.  

S. St.: Sehr gerne. Es hat mir großen Spaß gemacht. Diesmal ohne Kamera, also nur via Audio. Das ist auch eine neue Erfahrung für mich. Ich hoffe, dass ich das Interesse für Erklärvideos wecken  konnte und ich kann meinen eigenen Kanal natürlich nur empfehlen.  

A.M.: Ja, den werde ich auch nochmal bei mir auf der Seite verlinken. Alles Gute! 

Das war nun eine weitere Folge von „Digitale Medien – dem Podcast über Digitalisierung  und digitale Transformation“. Nächste Woche startet ein neuer Themenschwerpunkt, bei  dem wir uns in drei Folgen vertieft über Digitalisierungsprozesse in Unternehmen  austauschen werden. Bis dahin, alles Gute! Ihre Anna Maletz.

Organisatorisches

Literatur

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Podcasts waren alle Links unter der angegebenen Adresse aktiv. Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Aufruf haben, dann probieren Sie es mit den Autoren und Titeln. Manchmal ändert sich einfach die Adresse.

Bild

Bild (auch Beitragsbild): StockSnap – Menschen-Frauen-Studenten – 2557396 auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Musik

Musik (Jingle): daveincamas – Player Piano. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons BY (Namensnennung).

Das Studium und seine digitalen Möglichenkeiten – Teil 2

Lesezeit: 6 Minuten

Foto: StockSnap – Menschen-Frauen-Studenten – 2557396 auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Ein dreiteiliger Podcast der Studentinnen Anna Maletz, Luisa L., Theresa Dei und Sophia Stein im Masterstudiengang „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ des Sommersemesters 2019.

Teil 2 – Onlinekurse an der Hochschule

Engagiert und sehr fundiert stellen die vier Studentinnen ihre zentralen Erkenntnisse des Kurses vor, um weitere Entwicklungen anzustoßen. Der zweite Teil behandelt das Thema Erwachsenenbildung und Formate (an Hochschulen), ganz im Sinne eines Studiums und seiner (vielfältigen) digitalen Möglichkeiten.

Allgemeiner Hinweis zum Podcast 

Die Interviews und deren Inhalte beziehen sich im Wesentlichen auf die weiter unten angegebene Literatur und deren zentralen Studienergebnisse. Sie stellen nicht automatisch meine eigene Position (Alexander Klier) oder die offizielle Linie der Hochschule München dar.

Deshalb ist zu erwähnen, dass die Charaktere im Interview frei erfunden wurden, um die Handlungsempfehlungen der Studienergebnisse den Hörer*innen näher zu bringen. Die Hochschule München, deren mögliche Abteilungen und Mitarbeitenden wurden ebenfalls – als fiktive Umsetzungsinstanz – gestaltet.  

Konkrete Umsetzungsinitiativen der Hochschule München sind unter anderem im  folgenden  Link aufrufbar: 
https://www.hm.edu/allgemein/hochschule_muenchen/hochschulleitung/strategische_projekte/projekt_digitalisierung.de.html

Das Transkript

„Herzlich Willkommen zurück, bei ‚Digitale Medien – dem Podcast über Digitalisierung und  digitale Transformationsprozesse‘. Mein Name ist Anna Maletz und ich freue mich auch heute  wieder auf einen spannenden Austausch. Schön, dass Sie mit dabei sind.“

So beginnt der Podcast, in dessen zweiter Folge Anna Maletz und Theresa Dei sehr konkret über Möglichkeiten von Erwachsenenbildung und ihren Formaten an Hochschulen reden. Für alle, die es auch textlich nachvollziehen wollen (beispielsweise, um zu zitieren), folgt nun der Inhalt.

Onlinekurse als ergänzendes Angebot

Anna Maletz (A.M.): Heute habe ich Theresa Dei zu Gast in meinem Studio. Sie ist in der  Hochschul- und Erwachsenenbildung an der Hochschule München tätig und beschäftigt  sich seit mehreren Jahren intensiv mit Online-Kursen als ergänzende Form zur analogen klassischen Vorlesungsformaten. Vielen Dank Frau Dei, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind. 

Theresa Dei (T.D.): Hallo und danke für die Einladung.  

A.M.: Frau Dei, Sie prüfen aktuell bei Ihrer Tätigkeit als Bildungsreferentin bzw. Dozentin an der Hochschule München, ob sich sogenannte ‚MOOCs‘ dafür eignen, die klassische analoge Wissensvermittlung so wie wir sie heute kennen, an der Hochschule München zu erweitern und diese miteinzubinden.  

Zunächst einmal, was ist eigentlich ein MOOC? 

T.D.: Ja, also ein MOOC ist ein sogenannter Massive Open Online Kurs. Diese Online-Kurse  kombinieren – als allgemein offene Online-Kurse – einmal konventionelle und mediale Formen der Wissensvermittlung wie Lernvideos, Seminartexte und Übungsaufgaben mit seminarbegleitenden Foren, in denen Lehrende und Lernende miteinander kommunizieren und Lerngemeinschaften bilden können. 

Man kann dabei nochmal unterscheiden zwischen xMOOCs und cMOOCs. Während xMOOCs im Wesentlichen auf Video aufgezeichnete Vorlesungen mit einer Prüfung darstellen, haben cMOOCs eher die Form eines Seminars oder Workshops. 

A.M.: Das klingt sehr spannend und was ist genau das Besondere daran? 

T.D.: Zum einen, dass MOOCs zunächst einmal auf Zugangs- und Zulassungsbeschränkungen verzichtet und diese damit wirklich für alle Menschen offen stehen. Mit MOOCs können wir viele Menschen erreichen und es erleichtert auch unsere Vernetzung mit unseren Partnerhochschulen  im Ausland. Studierende haben über diese Kurse die Möglichkeit sich weltweit zu vernetzen. Es kann theoretisch überall von der Welt aus Bildung vermittelt werden und stattfinden, das ist doch toll, oder?

Vorteile von Onlinekursen

A.M.: Ja das hört sich wirklich gut an, gibt es denn noch weitere Vorteile dieser Online-Kurse? 

T.D.: Ja, die gibt es. Und zwar haben unsere Studierenden die Möglichkeit, Zusatzzertifikate zu erwerben, die wiederum gut für Bewerbungen geeignet sind. Zudem fallen erst einmal keine  Gebühren an, man benötigt lediglich einen Internetzugang. 

Auch vor dem Eintritt oder einem Wiedereintritt ins Berufsleben können MOOCs dabei helfen, wieder auf den aktuellen Stand eines Gebiets zu kommen oder sich neu zu orientieren. Hier  besteht vielleicht auch eine Möglichkeit, Arbeitsgruppen von Gleichgesinnten zu bilden, mit  denen man Kurse gemeinsam bearbeitet, möglichst mit Anrechnung auf die Arbeitszeit. Aber  das ist jetzt schon über unseren Hochschulkontext hinausgedacht. Große Firmen wie SAP machen sich solche Kurse schon länger zu Nutze. Ich sehe hier wirklich viel Potenzial. 

A.M.: Wie sieht es denn aktuell im Bereich der Hochschulbildung mit dem Einsatz von Online- Kursen aus? 

T.D.: Das ist eine sehr gute Frage. Dazu gibt es eine sehr gute Studie von Imke Jungermann und  Klaus Wannemacher speziell zu Innovationen in der Hochschulbildung. Sie haben Massive Open Online Kurse in der Hochschulbildung genauer untersucht und sind zu ein paar sehr  interessanten Ergebnissen gekommen. In unserer Bildungslandschaft setzen sich Entscheidungsträger immer mehr mit der Entwicklung im MOOC-Bereich auseinander, allerdings sind auch ablehnende Haltungen zu erkennen. Es gibt leider noch keine flächendeckende Ausbreitung von MOOCs an deutschen Hochschulen und es fehlt noch eine gewissen Dynamik. Es wäre sehr viel Potenzial vorhanden, zumal die Sichtbarkeit der  Hochschulen und deren Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden würden.

Mögliche Nachteile von Onlineformaten

A.M.: Woraus können sich Nachteile ergeben? 

T.D.: Ja also in der Kritik stehen speziell xMOOCs, also die auf Video aufgezeichneten Kurse, aufgrund ihrer geringen Absolventenquote. Es wurde ermittelt, dass oft nicht einmal 10 % der  Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese Kurse erfolgreich abschließen. Gründe können hier zum Beispiel sein, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer doch feststellen, dass der MOOC zu viel Zeit erfordert. Durch das einseitige Zuhören des Vortragsformats können Ermüdungserscheinungen auftreten und oft sind Kurse didaktisch schlecht aufbereitet. Auch an vorgesehenen Prüfungen wird oft nicht teilgenommen, weil es Teilnehmerinnen und Teilnehmern zunächst einmal darum geht Wissen zu erwerben und nicht in erster Linie um das  Zertifikat, das sie erwerben können.  

Durch die niederschwellige Verfügbarkeit von MOOCs besteht zudem die Gefahr, dass sich Bildungsbestrebungen verselbständigen und aus dem Ruder laufen. Schon heute sammeln Manche die Zertifikate, damit das Bewerbungsschreiben besser aussieht. Je mehr MOOC-Zertifikate man beiliegen kann, desto mehr persönlichen Einsatz, Selbstorganisation, Sprachkenntnisse und Ähnliches belegt die Bewerbung in Form „teurer Signale“. Dies könnte, vor allem im beruflichen Bereich, in ein „Wettrüsten“ ausarten, das die Einzelne und den Einzelnen viel Zeit  und Geld kostet. Je mehr diese Möglichkeit genutzt wird, desto mehr besteht die Gefahr, dass sie sie zum Zwang wird, um einem Arbeitsplatz zu erhalten oder zu behalten. Teilnehmerinnen  und Teilnehmer stehen dann in einem globalen und gesichtslosen Wettbewerb um die  Spitzenplätze, die einen Job versprechen. Dabei geben sie bereitwillig Daten preis, zum Beispiel darüber, wie oft sie welche Frage falsch beantworten. 

Bei der zusätzlichen und rein individuellen Nutzung von MOOCs ist außerdem eine perfekte Selbstorganisation Pflicht, sonst wird es schwierig. Zudem sind auch gute Englischkenntnisse erforderlich. 

A.M.: Das klingt danach, dass doch nicht jeder Zugang zu den online-Kursen haben kann, oder? 

T.D.: Ja, das ist auch ein weiterer wichtiger und kritischer Punkt. Die digitale Spaltung, die ja in aller  Munde ist, muss auch im Bereich der Nutzung von online-Kursen ernst genommen werden. Viele Menschen haben nun mal keinen technisch ausreichenden Zugang zum Netz. Und nicht  jeder verfügt über ausreichend Ressourcen, das Netz trotz technischem Zugang auch produktiv zu nutzen. Leider weitet sich, gerade eben durch online-Kurse diese digitale Kluft noch aus. Wir haben hier auch noch keine wirklich gute Lösung gefunden. Ich persönlich finde eine Einführung einer Charta der digitalen Grundrechte, wie es ja aktuelle diskutiert wird, sinnvoll. 

A.M.: Wie schätzen Sie denn persönlich die Zukunft von MOOCs ein? 

T.D.: Ja, also was man auf jeden Fall sagen muss, und worin für mich auch der Knackpunkt liegt, ist, dass die Digitalisierung von Kursen, sei es beim Einsatz in der Hochschulbildung oder im  beruflichen Kontext, kein Selbstzweck – und auch kein Selbstläufer – ist. Es benötigt hier engagierte Kursleiterinnen und Kursleiter und auch den Willen auf Seiten der Beteiligten. Eine wirklich qualitative  Verbesserung des Bildungsangebots einer Hochschule, um jetzt von unserem Bereich zu  sprechen, ergibt sich, wenn MOOCs im Sinne eines Blended-Learning-Ansatzes mit regulären  Lehrveranstaltungen an Hochschulen verknüpft werden. Hierin sehe ich wirklich eine große  Chance. 

A.M.: Vielen lieben Dank für das spannende Interview. Ich kann nur sagen, dass ich gespannt  bin auf die weitere Entwicklung und Nutzung von MOOCs – insbesondere im  Hochschulkontext. Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute! Schön, dass Sie hier waren.  

T.D.: Ja, ich bedanke mich auch. Vielen Dank für das nette Gespräch. 

Das war die zweite Folge der Reihe „Studium und seine digitalen Möglichkeiten“ mit  Theresa Dei, die die Zukunft von MOOCs eingebettet in Blended-Learning Konzepte an  den Hochschulen sieht. Nächste Woche freue ich mich auf die Soziologin Sophia Stein, die  uns etwas über informelle Lern- und Erklärvideos erzählen wird. Bis dahin, alles Gute!

Organisatorisches

Literatur

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Podcasts waren alle Links unter der angegebenen Adresse aktiv. Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Aufruf haben, dann probieren Sie es mit den Autoren und Titeln. Manchmal ändert sich einfach die Adresse.

Bild

Bild (auch Beitragsbild): StockSnap – Menschen-Frauen-Studenten – 2557396 auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Musik

Musik (Jingle): daveincamas – Player Piano. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons BY (Namensnennung).

Das Studium und seine digitalen Möglichenkeiten – Teil 1

Lesezeit: 6 Minuten

Ein dreiteiliger Podcast der Studentinnen Anna Maletz, Luisa L., Theresa Dei und Sophia Stein im Masterstudiengang „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ des Sommersemesters 2019 an der Hochschule München.

Foto: StockSnap – Menschen-Frauen-Studenten – 2557396 auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Teil 1 – Hochschulentwicklung

Engagiert und sehr fundiert stellen die vier Studentinnen ihre zentralen Erkenntnisse des Kurses vor, um weitere Entwicklungen anzustoßen. Der erste Teil behandelt das Thema digitale Hochschulentwicklung, ganz im Sinne eines Studiums und seiner (vielfältigen) digitalen Möglichkeiten.

Allgemeiner Hinweis zum Podcast 

Die Interviews und deren Inhalte beziehen sich im Wesentlichen auf die weiter unten angegebene Literatur und deren zentralen Studienergebnisse. Sie stellen nicht automatisch meine eigene Position (Alexander Klier) oder die offizielle Linie der Hochschule München dar.

Deshalb ist zu erwähnen, dass die Charaktere im Interview frei erfunden wurden, um die Handlungsempfehlungen der Studienergebnisse den Hörer*innen näher zu bringen. Die Hochschule München, deren mögliche Abteilungen und Mitarbeitenden wurden ebenfalls – als fiktive Umsetzungsinstanz – gestaltet.  

Konkrete Umsetzungsinitiativen der Hochschule München sind unter anderem im  folgenden  Link aufrufbar: 
https://www.hm.edu/allgemein/hochschule_muenchen/hochschulleitung/strategische_projekte/projekt_digitalisierung.de.html 

Das Transkript

„Herzlich Willkommen zurück, bei ‚Digitale Medien – dem Podcast über Digitalisierung und digitale Transformationsprozesse‘. Mein Name ist Anna Maletz und ich freue mich auch heute wieder auf einen spannenden Austausch. Schön, dass Sie mit dabei sind.

So beginnt der Podcast, in dessen erster Folge Anna Maletz und Luisa L. sehr konkret über Möglichkeiten der digitalen Hochschulentwicklung reden. Für alle, die es auch textlich nachvollziehen wollen (beispielsweise, um zu zitieren), folgt nun der Inhalt bzw. das Drehbuch.

Digitale Tools im Hochschulalltag

Anna Maletz (A.M): Ich freue mich sehr auf die nächsten drei Folgen zum Thema „Studium und seine digitalen Möglichkeiten“. Heute darf ich herzlich Frau Luisa L. aus der digitalen Hochschulentwicklung der Hochschule München in meinem Studio begrüßen. Sie beschäftigt sich intensiv mit den digitalen Möglichkeiten im Studium und deren strategische Einbettung an der Hochschule. Es freut mich sehr, dass Sie meiner Einladung nachgekommen sind, Frau L.. Herzlich willkommen!

Luisa L. (L.L.): Herzlichen Dank, dass ich hier sein darf.

A.M.: Kommen wir doch gleich zu meiner ersten Frage, was darf ich denn unter digitale Möglichkeiten im Studium verstehen? Die Bandbreite ist ja bekanntlich sehr groß.

L.L.: Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Die Möglichkeiten, digitale Tools in den Hochschulalltag einzubinden sind vielfältig und sollten demnach auch wohl bedacht natürlich nach didaktischen Erkenntnissen ausgewählt werden. Intern, also in der Hochschulentwicklung, unterscheiden wir zwischen klassischen digitalen Medien und Kommunikationstools wie bspw. fachspezifische Datenbanken oder auch digitale Präsentationstools. Soziale Kommunikationstools stellen bspw. eine weitere Kategorie dar. Damit meine ich Blogs, soziale Netzwerke oder auch Foren. E-Klausuren oder E-Assessments werden auch eingesetzt, sogenannte elektronische Prüfungssysteme. Manche Hochschuldozierende setzen auch audio- oder videobasierte Medien zur Unterstützung ein. Und zu guter Letzt möchte ich noch die interaktive Tools und Formate nennen. Darunter sind Lernspiele, virtuelle Labore, Simulationen, Webkonferenzen oder auch Wikis zu verstehen. Also wie sie sehen, es gibt unterschiedlichste digitale Formate und Medien, die zur Anwendung kommen können (vgl. Persike u.a. 2016).

A.M.: Ja, das klingt ja alles wirklich sehr spannend und vielfältig. Also vielen Dank für diesen Einblick in die unterschiedlichen Möglichkeiten. Das bringt mich auch direkt zu meiner nächsten Frage. Und zwar inwiefern werden digitale Medien im Hochschulalltag bereits genutzt?

L.L.: Dazu gibt es interessante Studienergebnisse (vgl. Persike u.a. 2016). Zum einen sind die Unterschiede bei der Nutzung digitaler Medien zwischen den Studienfächern sehr groß. D.h. Fächer, in denen digitale Medien fest im Curriculum verankert sind, zeigen eine deutlich höhere Nutzung digitaler Medien auf. Interessanterweise gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen den Hochschulen, was natürlich darauf hindeutet, dass die konkrete Lehrpraxis einer Hochschule einen Einfluss auf die Nutzungsvielfalt digitaler Medien hat. Zudem scheinen digitale Medien an vielen Hochschulen kein integraler Bestandteil der Lehre zu sein. Es zeigt sich flächendeckend eher eine punktuelle Anreicherung der Lehre durch digitale Medien. Aufgrund dessen verfolgen wir in der Hochschulentwicklung eine digitale Strategie, um die Lehrpraxis der Hochschule zu verbessern und so z. B. engagierte Vorreiter zu identifizieren, gezielt zu unterstützen und zu vernetzen.

Digital Natives

A.M.: Das hört sich wirklich sehr spannend an. In meiner Vorbereitung habe ich noch über die Hypothese nachgedacht, dass „Digital Natives“ generell digital affiner studieren. Lässt sich diese Hypothese bestätigen oder was ist Ihre Einschätzung dazu?

L.L.: Eine sehr interessante Frage. Aus unserer Erfahrung heraus, lässt sich die private Nutzung digitaler Medien also diese übersetzt sich nicht zwangsläufig in den Hochschulalltag. Das bestätigen auch einschlägige Studien zum Thema. Nur 21 % der Studierenden nutzen aktuell die komplette Bandbreite an digitalen Medien im Hochschulkontext. Und etwa 30 % der Studierenden beschränken sich dabei überwiegend auf klassische digitale Medien wie z. B.  PowerPoint, E-Mails oder PDF-Dokumente. Die Annahme, dass heutige Studierende generell digital affin studieren, ist demnach nicht haltbar (vgl. Persike u.a. 2016).

A.M.: Das finde ich jetzt wirklich sehr interessant, weil das hätte ich jetzt vielleicht nicht so eingeschätzt. Aber Sie sind da auf jeden Fall tiefer im Thema. Wie kann der digitale Wandel im Hochschulkontext vorangetrieben werden, also das auch wirklich mehr Studierende das Potenzial oder die Möglichkeiten von digitalen Medien nutzen?

Digitaler Wandel und Hochschulstrategie

L.L.: Generell würde ich sagen ist es wichtig, eine klare Hochschulstrategie zu definieren für das digitale Zeitalter und wie man damit umgehen möchte. Und dabei soll es jedoch nicht um ein entweder-oder in Bezug auf den Einsatz von digitalen bzw. analogen Medien gehen. Wir verfolgen da den Ansatz des sowohl-als auch, also den richtigen Mix aus analogen und digitalen Ansätzen. Ziel ist es, die Lehre zu verbessern und weniger ein alternatives, alleinstehendes Lehrangebot im Netz zu schaffen. Dabei sehe ich eine zentrale Aufgabe unserer Abteilung, hochschulstrategische Diskurs- und auch Entscheidungsprozesse zwischen den Fakultäten anzustoßen und dadurch einen sinnvollen Einklang von klassischen und neuen Medien zu erwirken (vgl. Schmid u.a. 2017).

A.M.: Okay, das klingt auf jeden Fall sehr sinnvoll. Wenn man so neue Initiativen startet oder Veränderungsprozesse anstoßen möchte, dann stößt man ja oft auf Widerstände. Wie ist es da bei Ihnen innerhalb der Hochschule? Sehen Sie sich da auch Widerständen gegenüber?

L.L.: Ja, also generell muss man in dem Bereich mit Widerstand bzw. auch mit Innovationsbarrieren rechnen, wenn man eben einen konkreten Veränderungsprozess intern anstößt. Da gilt es eben durch fakultätsübergreifende Dialogprozesse diese Widerstände abzubauen. Und wir versuchen deshalb ganz konkret aktive Verfechter und passive Skeptiker des Digitalisierungsprozesses zu identifizieren und im zweiten Schritt wollen wir bzw. haben wir schon Austauschformate implementiert. Und zudem ist es wichtig, eben diese Digitalisierung auch auf der Ebene der Hochschulleitung zu verankern und  dadurch ganz konkret Brücken schlagen zu können und einzelne Lehrenden und deren Initiativen sichtbar zu machen (vgl. Schmid u.a. 2017).

A.M.: Okay, daraus ergibt sich für mich die Frage, welche konkreten Maßnahmen verfolgen Sie denn noch, neben den eben genannten Austauschformaten um vielleicht zusätzlich wirklich die Nutzung von digitalen Medien anzustoßen?

Konkrete Maßnahmen

L.L.: Ja, also ganz konkret gibt es an unserer Hochschule das E-Learning Center und darüber bieten wir gezielt Weiterbildungen für unsere Hochschulangestellten und eben die Dozierenden an um die digitale Kompetenz intern weiter auszubauen. Das E-Learning Center soll als Raum gesehen werden, zum Experimentieren und Ausloten. Was ist didaktisch machbar und sinnvoll. Dozierenden können sich dort auch die nötige Expertise, die sie vielleicht selbst nicht haben und es stehen ganz konkret Experten zu Verfügung, um eben solche digitalen Maßnahmen umzusetzen.  

A.M.: Um noch einen Blick in die Zukunft zu werfen: Was wünschen Sie sich für den weiteren Prozess innerhalb der Hochschulentwicklung?

L.L.: Aktuell ist unser wichtigstes Anliegen tatsächlich die Verstetigung und auch die Verbreitung bereits erfolgreicher Ansätze innerhalb der Hochschule München. Um wie gesagt, die Initiativen die es bereit gibt nochmal besser in den Vordergrund zu stellen und so auch Synergieeffekte auszulösen. Und wir arbeiten aktuell an einem tragfähigen Skalierungsansatz, um eben dieses Engagement sichtbar zu machen. Wünschenswert für mich wäre nochmal eben der politischer Rechtsrahmen, dass da nochmal Barrieren abgebaut werden um den digitalen Wandels im Hochschulkontext weiter voranzutreiben (vgl. Schmid u.a. 2017).

A.M.: Ja, das war ja wirklich ein sehr spannender Input den Sie uns hier ermöglich haben. Also vielen lieben Dank für den umfänglichen Einblick in Ihre Arbeit an der Hochschule, Frau L..

Ein Tipp am Schluss

Zum Schluss würde mich noch interessieren, ob sie eventuell einen Tipp haben für Studierende, wie man mehr digitale Medien nutzen kann bzw. auch den digitalen Wandel im Hochschulkontext vorantreiben kann.

L.L.: Ja, eine sehr gute Frage. Ich würde mir von unseren Studierenden tatsächlich wünschen, dass Sie verschiedene Medien bzw. den Wandel einfordern bzw. Ihr Wissen dazu einbringen und auf vorhandene Initiativen aktiv zurückgreifen. Da bieten wir als Hochschule München auch einiges an.

A.M.: Ja, vielen lieben Dank nochmals. Damit würde ich das erste Interview zum Thema „Studium und seine digitalen Möglichkeiten“ abschließen. Und wünsche Ihnen viel Erfolg, Frau L. mit dem digitalen Wandel an der Hochschule und Ihnen persönlich alles Gute.

L.L.: Ja, vielen Dank, Frau Maletz!

A.M.: Das war nun die erste Folge der Reihe „Studium und seine digitalen Möglichkeiten“ mit Luisa L., die Studierende ermutigen möchte die Nutzung von digitalen Medien im Hochschulkontext einzufordern und selbstständig zu nutzen. Nächste Woche freue ich mich auf Theresa Dei, eine weitere Mitarbeiterin der Hochschule München aus dem Bereich der Erwachsenenbildung, die sich seit mehreren Jahren intensiv mit Online Kursen als ergänzende Form zu klassischen Vorlesungsformaten beschäftigt. Bis dahin, alles Gute!

Organisatorisches

Literatur

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Podcasts waren alle Links unter der angegebenen Adresse aktiv. Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem Aufruf haben, dann probieren Sie es mit den Autoren und Titeln. Manchmal ändert sich einfach die Adresse.

Bild

Bild (auch Beitragsbild): StockSnap – Menschen-Frauen-Studenten – 2557396 auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Musik (Jingle)

Musik (Jingle): daveincamas – Player Piano. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons BY (Namensnennung).

Agilität in Unternehmen

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Podcast der Studierenden Ulrike Eckert, Philipp Santner und Jan Moosbrugger im Rahmen des Masterstudiengangs „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ (Master GWT). Produziert im Wintersemester 2018/19 als Ergebnis des Seminars „Steuerung digitaler Organisationen“ an der Hochschule München.

Inhalt

Dieser Podcast beschäftigt sich mit dem Begriff Agilität, seinen Vorteilen und Herausforderung sowie der Umsetzung in Unternehmen (Methoden und Tools). Danach folgt ein Interview von einem Mitarbeiter in leitender Position, bei denen die Umsetzbarkeit in deren Firma denkbar ist. Abschließend wird die Frage gestellt, ob Agilität überhaupt überall möglich und wünschenswert ist.

Aufbau

  • Minute 00:10 – Einführung in den Podcast und Vorstellung der Akteure
  • Minute 01:15 – Teil 1 – Was ist Agilität? Begriffsdefinition
  • Minute 10:05 – Teil 2 – Methoden und Tools
  • Minute 19:08 – Teil 3 – Vorteile und Herausforderungen
  • Minute 29:39 – Teil 4 – Ein Praxisbeispiel aus dem Maschinenbau (Interview)
  • Minute 41:20 – Teil 5 – Ist Agilität überall möglich?
  • Minute 47:08 – Teil 6 – Ein je persönliches Fazit
  • Minute 49:35 – Ende und Ausblick

Literatur und Quellen

  • AOEpeople_de (2016): Welche Voraussetzungen sind für agile Organisation notwendig? Verfügbar unter: https://youtu.be/35mEgvFTzjw
  • Cogneon Akademie (2014): „Selbstorganisation braucht Führung – wie managed man agil? Verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=1aGHpI4eF5U
  • Fischer, Stephan (2014): Über agile Organisation in Unternehmen. Verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=1aGHpI4eF5U
  • Fischer, Stephan; Weber, Sabrina; Zimmermann, Annegret (2017): Was ist Agilität und welche Vorteile bringt eine agile Organisation? In: Personalmagazin Nr. 4/2017
  • Häusling, André (Hrsg.)(2018): Agile Organisationen. In: Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg (Kapitel 3)

Musik (Jingle)

Kevin MacLeod – Cottages (via incompetech.com). Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons BY (Namensnennung). Verfügbar unter: https://incompetech.com/music/royalty-free/mp3-royaltyfree/Magic%20Scout%20-%20Cottages.mp3

Bild (auch Beitragsbild): geralt – man-162951
auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

CC BY-SA und OER

Eine Verwendung dieses Podcasts unter den Bedingungen der Creative Commons BY-SA, und damit als OER, ist möglich.

Das bedeutet, Sie können sie frei für den Unterricht oder Lehrveranstaltungen verwenden, wenn sie die Namen der Ersteller (sofern nicht anonym) nennen und selbst unter den gleichen Bedingungen zur Verfügung stellen. Sie dürfen die Dateien sogar herunterladen und eigenständig verändern, allerdings gilt auch hier der Hinweis auf die Namensnennung der ursprünglich verwendeten Datei und die Verwendung unter gleichen Bedingungen.

Sophia erklärts – Agilität

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Erklärvideo und seine Entstehungsgeschichte

Ein Erklärvideo der Studierenden DT, FD, GL und LL im Rahmen des Masterstudiengangs „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ (Master GWT). Produziert im Wintersemester 2018/19 als Ergebnis des Seminars „Steuerung digitaler Organisationen“ an der Hochschule München

Entstehungsgeschichte

An der Erstellung des Erklärvideos waren vier Studierende beteiligt. Die Initiative für dieses Videoprojekt geht auf ein gemeinsames Referat zum Thema „Agile Methoden/agile Steuerung von Organisationen“ im oben genannten Seminar zurück. Das Seminar wurde als Blended-Learning Seminar durchgeführt, was sich bereits auf die Organisation und Vorgehensweise bei der Erstellung des Referates auswirkte. Nach Vorstellung des Referats in der zweiten Präsenzsitzung des Seminars beschloss ein Großteil der Projektgruppe, den Leistungsnachweis für das Seminar in Form eines Erklärvideos zu erbringen. Zum einen, da die bereits gut funktionierende Gruppe weiter zusammenarbeiten wollte, zum anderen da bereits bei und nach der Erstellung des Referates verschiedene Ideen für ein anschauliches Videoprojekt entstanden waren. Obwohl niemand der beteiligten Student*innen Vorerfahrungen im Erstellen solcher Videos hatte, wurde dies im von allen Beteiligten als positive Herausforderung gewertet, welche die Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit moderner Technik und Hardware, sowie Software zur Bearbeitung digitaler Medien und vielem mehr erweitern konnte. Um die Aufmerksamkeit der Zuschauer nicht zu verlieren, wurde durch die beteiligten Student*innen – auch aufgrund eigener Erfahrungen mit digitalen Medien – angenommen, dass ein Erklärvideo kurz und prägnant Zusammen-
hänge und Fakten darstellen sollte.

Hier könen Sie den kompletten Projektbericht mit der Schilderung der Entstehungsgeschichte, der Schwierigkeiten aber auch Erfolge der Umsetzung, sowie dem Sprecher*innen Text, herunterladen. Es gilt beim Zitieren das gesprochene Wort.

Eine Kontaktaufnahme zum Projektteam – während der Zeit des Studiums 😉 – ist über mich, Dr. Alexander Klier, möglich.

Inhalt

Das ist Sophia. Sophia ist Führungskraft in einem mittelständischen Unternehmen. Sie ist seit einiger Zeit total frustriert von den langsamen Abläufen in ihrem Unternehmen und dass sie sich viel mit bürokratischen Prozessen beschäftigen muss, statt sich inhaltlich einzubringen. Dabei weiß sie doch eigentlich, wie es besser geht. Sophia erinnert sich, dass in ihrer vorherigen Arbeit agile Methoden angewendet wurden. Das hat ihr sehr gut gefallen. Deshalb informiert sie sich genauer, was Agilität überhaupt bedeutet. Ihre Ideen will sie dann im nächsten Meeting ihren Kolleginnen und Kollegen vorstellen. Das tut sie nun im Rahmen dieses Erklärvideos.

Literatur

  • Weber, Cornelius (2016): Qualitätsmanagement in der agilen Organisation.
  • Anforderungen und Empfehlungen an einen agilitätsförderlichen Managementansatz. (Kapitel 2: Der Weg zum agilen Paradigma.)

Bildquellen:

Weiterführende Literatur

  • Stellmann, A.(2019): Agile Methoden von Kopf bis Fuß. O‘Reilly.
  • Häusling, A. (Hrsg)(2018): Agile Organisationen. Transformation erfolgreich gestalten. Haufe.
  • Scheller, T. (2017): Auf dem Weg zur agilen Organisation: Wie Sie Ihr Unternehmen dynamischer, flexibler und leistungsfähiger gestalten. Vahlen.

Eine Verwendung dieses Videos unter den Bedingungen der Creative Commons BY-SA, und damit als OER, ist möglich.

Impressionen der Produktion

Erklärvideo Agilität – Impressionen der Produktion.
Erklärvideo Agilität - Impressionen der Produktion.
Erklärvideo Agilität – Impressionen der Produktion.
Erklärvideo Agilität – Impressionen der Produktion.
Erklärvideo Agilität - Impressionen der Produktion.
Erklärvideo Agilität – Impressionen der Produktion.

Partizipation und Teilhabe in Unternehmen III

Lesezeit: < 1 Minute

Teil 3 – Soziokratische Unternehmen

Ein Podcast der Studierenden Irina Braun, Sophia Stein, Anna Maier und Philippe Schuler im Rahmen des Masterstudiengangs „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ (Master GWT). Produziert im Wintersemester 2018/19 als Ergebnis des Seminars „Steuerung digitaler Organisationen“ an der Hochschule München.

Inhalt

Im Rahmen des dreiteiligen Podcasts „Organisationen im Wandel“ hat die Moderatorin Irina Braun drei Gäste aus (fiktiven) Firmen zu einem Gespräch zu Gast. Diese erläutern – als Protagonist*innen der jeweiligen Firma – den Aufbau, die Funktionsweise wie auch Probleme des jeweiligen „Bauplans“ (bzw. der Organisationsstruktur).

In dieser Folge geht es um holakratische Unternehmen, vorgestellt von Philippe Schuler. Hier ist das Skript mit dem Text hinterlegt. Beim Zitieren gilt das gesprochene Wort.

Hier geht es zu Teil 1 der Reihe und hier zu Teil 2.

Literatur


Beitragsbild: Geralt – Handshake auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Musik (Jingle Podcast): All Hail The Queen | Instrumental | Copyright Free Music

Partizipation und Teilhabe in Unternehmen II

Lesezeit: < 1 Minute

Teil 2 – Holakratische Unternehmen

Ein Podcast der Studierenden Irina Braun, Sophia Stein, Anna Maier und Philippe Schuler im Rahmen des Masterstudiengangs „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ (Master GWT). Produziert im Wintersemester 2018/19 als Ergebnis des Seminars „Steuerung digitaler Organisationen“ an der Hochschule München.

Inhalt

Im Rahmen des dreiteiligen Podcasts „Organisationen im Wandel“ hat die Moderatorin Irina Braun drei Gäste aus (fiktiven) Firmen zu einem Gespräch zu Gast. Diese erläutern – als Protagonist*innen der jeweiligen Firma – den Aufbau, die Funktionsweise wie auch Probleme des jeweiligen „Bauplans“ (bzw. der Organisationsstruktur).

In dieser Folge geht es um holakratische Unternehmen, vorgestellt von Anna Maier.
Hier ist das Skript mit dem Text hinterlegt. Beim Zitieren gilt das gesprochene Wort.

Hier geht es zu Teil 1 der Reihe und hier zu Teil 3.

Literatur

Beitragsbild: Geralt – Handshake auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Musik (Jingle Podcast): All Hail The Queen | Instrumental | Copyright Free Music

Haensy im Digitalen Glück

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Projekt von Studierenden der Hochschule München im Kurs „Bildung im Digitalen Handlungsraum“ im Masterstudiengang „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ an der Hochschule München im Sommersemester 2018.

Mitwirkende bzw. Produzent*innen:

  • Julia Francis Kiefer
  • Carlotta Linden
  • Tinatin Shengelia
  • Julia Delissen
  • Franz Gillmeyer
  • Alexander Klier

Beitragsphoto: Julia Francis Kiefer – Skizze der Story des Videos bzw. des Podcasts. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons BY-SA möglich.

Inhalt

Die Welt ist im Wandel. Zeitalter kommen und gehen und jedes Zeitalter hat seine Helden und Forscher. So auch die Bildung. Und jedes Zeitalter sucht sich ein paar junge Männer und Frauen, die ausgewählt werden, um sie zu ergründen. Eine davon ist Haensy. Von ihren Abenteuern handelt dieser Podcast.

Haensy sieht ein Tor, es ist faszinierend. Was könnte es sein? Die Ränder des Tors wabern, die Gestalt verändert sich von einem Augenblick zum nächsten. Als sie näher kommt sieht sie: es ist das Tor zur Digitalen Bildung. Dahinter lockt ein großes Abenteuer!

Gleichzeitig fangen die Schiffe an, sich aus großen Kanonen gegenseitig zu beschießen und jedes mal, wenn ein Geschoss das jeweils andere Schiff trifft, explodieren diese in grellem Licht und hinterlassen für wenige Sekunden einen hellen Schriftzug. Zu beiden Seiten sieht Haensy also auf einmal Worte aufblitzen wie „Grundrecht“, „Schule“, „Befähigung“, aber auch „MOOCs“, „Internet“ und „Smartboards“. Sie beginnt zu begreifen, dass die beiden Schiffe sich aus ihr unbekannten Gründen gegenseitig wahllos mit Begriffen aus deren jeweiligen Fachgebiet aufeinander schießen, so als würden sie versuchen sich gegenseitig Gehör zu verschaffen. Bildung und Digital, Digital und Bildung, die beiden schienen ganz und gar nicht unter eine Decke zu passen.

Einen Moment starrt Heansy das neue Wort an, dann beginnt sie zu verstehen. Alles vereint sich in diesem Wort! Kompentenzen sind das Ziel! Als sie diese Erkenntnis trifft, beginnt plötzlich alles um sie herum zu verschwimmern, in ihren Ohren hebt ein Donnergrollen an, das aus der Ferne heranrollte und pötzlich verwandelte sich Ihre Umgebung in einen brüllenden Strudel.

Aber so schnell will sie nicht aufgeben. Mit neuem Mut öffent sie den Koffer und das Fach für “Blogeinträge: Orientierung im Digitalen Urwald“ […] Sie tauschten ihre Blogeinträge und beginnen zu lesen. Tatsächlich fällt Haensy noch einiges auf und durch die Ideen der anderen kamen ihr noch ganz andere Ideen. Hänsel und Gretel ging es wohl ähnlich. Und tatsächlich, als sie auf ihre Blogeinträge bezug nehmen, wächst die Leiter endlich über den Rand der Mauer hinaus.

Haensy möchte sofort wissen: „Was kann ich überhaupt unter Bildung im digitalen Raum verstehen?“ Der Geist der Pädagogik antwortet: „Bildung im digitalen Raum ist immer ein sozialer Prozess. Das gemeinsame Arbeiten und das Teilen von Wissen sind dabei Kernbestandteil der digitalen Bildung.“

Das Ursprungsvideo

Der Podcast wurde ursprünglich als die Sprache illustrierendes Video produziert. Es ist über Vimeo anzusehen.

Musik

Audionautix (2015): Act Three & The great unknown; Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0 bzw. als Free Music der YouTube Audio-Library.

Bilder

Die im Originalvideo verwendeten Bilder stammen allesamt aus der Feder von Tinatin Shengelia.

Literatur

Social Collaboration

Lesezeit: < 1 Minute

Dieser Podcast von vier Masterstudentinnen des Studiengangs „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ an der Hochschule München beschäftigt sich mit den verschiedenen Formen von Social Collaboration und digitalen Plattformen. Neben theoretischem Input und Diskussion, bekommen die ZuhörerInnen auch einen Einblick in die praktische Umsetzung von Social Collaboration in einem Unternehmen.

Literatur

Musik

Gemafreie Musik von Frametraxx – Blues Brother. Verfügbar unter: www.frametraxx.de.

„Sie können den Titel ‚Blues Brother‘ kostenlos nutzen – sowohl gewerblich als auch selbstverständlich privat. Zeitlich unbegrenzt.“

Partizipation und Teilhabe in Unternehmen I

Lesezeit: < 1 Minute

Teil 1 – Demokratische Unternehmen

Ein Podcast der Studierenden Irina Braun, Sophia Stein, Anna Maier und Philippe Schuler im Rahmen des Masterstudiengangs „Gesellschaftlicher Wandel und Teilhabe“ (Master GWT). Produziert im Wintersemester 2018/19 als Ergebnis des Seminars „Steuerung digitaler Organisationen“ an der Hochschule München.

Inhalt

Im Rahmen des dreiteiligen Podcasts „Organisationen im Wandel“ hat die Moderatorin Irina Braun drei Gäste aus (fiktiven) Firmen zu einem Gespräch zu Gast. Diese erläutern – als Protagonist*innen der jeweiligen Firma – den Aufbau, die Funktionsweise wie auch Probleme des jeweiligen „Bauplans“ (bzw. der Organisationsstruktur).

In dieser Folge geht es um das demokratische Unternehmen, vorgestellt von Sophia Stein. Hier ist das Skript aller drei Teile mit dem Text hinterlegt. Beim Zitieren gilt das gesprochene Wort.

Hier geht es zu Teil 2 der Reihe und hier zu Teil 3.

Literatur

Beitragsbild: Geralt – Handshake auf Pixabay. Verwendung unter den Bedingungen der Creative Commons 0.

Musik (Jingle Podcast): All Hail The Queen | Instrumental | Copyright Free Music